FIA GT3 EUROPEAN CHAMPIONSHIP
Zolder, Belgien
23. – 25. Oktober 2009
Und im Zuge dessen wurde Christopher Haase (Phoenix Racing) ebenfalls bestklassifizierter Fahrer der GT3 EM und damit Sieger der Michelin Trophy 2009.
Nach langem Tauziehen um die Ergebnisse nahm die FIA GT3 European Championship am vergangenen Wochenende ihren Saisonabschluss im belgischen Zolder.
Bereits im ersten Qualifying zeigte Christopher Haase (Audi R8 LMS GT3) mit P1 wo er hingehört: an die Spitze. Im darauffolgenden zweiten Qualifizierungslauf zeitete Cockpit-Partner Christopher Mies das Duo in die vierte Startreihe (P8).
Die Rennleitung entschied sich, im ersten Rennen gegen den üblichen fliegenden Start. Das Safetycar begleitete das Starterfeld, bestehend aus zwei Gruppen (Belgische GT und GT3 EM), wegen der Nass-Trocken-Bedingungen in den Start. Christopher Haase (22) zeigte sich zufrieden über diese Entscheidung.
„Das gab uns die Möglichkeit, uns auf die äußerst schwierigen Bedingungen einzustellen. Wir sind noch mit Slicks in die Boxengasse gefahren und haben uns kurz vor dem Start für Regenreifen entschieden.“
Nach der Freigabe ließ Haase den Verfolger Klingmann (BMW Alpina) vorbei ziehen. „Ich hab einfach gemerkt, dass er einen Tick schneller war und ich wollte kein Risiko eingehen. Für mich ging es schließlich um die Meisterschaft.“
Haase fuhr seinen Turn als Zweitplatzierter mit einem 20sekundigen Vorsprung auf den Dritten. Die Strecke trocknete ab und das Fahrverhalten auf Regenreifen wurde immer schwieriger. Nach dem Öffnen des Boxenfensters ging Haase an die Box. Fahrer- und Reifenwechsel (auf Slicks) passierte rasend schnell. Und so machten Haase und Mies mit dem Stopp P1 wieder für sich klar.
Christopher Mies fuhr konsequent in Richtung Sieg und erreichte knapp 20 Sekunden vor dem Zweiten (Ferrari, Bontempelli/Gattuso) die Ziellinie. Der Riesenjubel in der Phoenix-Racing-Box wurde kurzzeitig von dem Protest (Reglementverstoß) von der Konkurrenz-Mannschaft Hexis (Aston Martin) unterbrochen, der sich aber kurze Zeit später als unbegründet herausstellte.
Im zweiten Rennen ging Mies an den Start, ist leicht zurückgefallen um sicher durch den Startverkehr zu kommen. Es wurde immer dunkler und die Wolkendecke zog sich zusammen. Pünktlich zum Fahrerwechsel kam der Regen. Die Crew wechselte auf Regenreifen. Haase im Cockpit, fuhr circa vier Runden im Niederschlag. Die Strecke trocknete ab und der Reifenpoker begann. Haase blieb draußen. „Einige gingen in die Box. Die Fahrzeuge mit Slicks waren nun klar im Vorteil, aber wir haben uns damit einen Stopp gespart.“ so Haase. Die Platzierungen wurden durch das große Starterfeld (ca. 40), die Dunkelheit und durch außerplanmäßige Stopps undurchsichtig. Das Chaos war mit dem Ausfall der Zeitnahme perfekt. Das finale Rennen war zu Ende, aber die Platzierungen noch nicht richtig klar. Der Rossberg-Audi und der Hexis-Aston Martin standen bis zum Finale-Weekend in starker Konkurrenz zu dem Phoenix-Audi. Die Phoenix-Racing-Mannschaft feierte gleich nach dem Rennende. Zu Recht, denn das offizielle Ergebnis wurde dann bei der bereits begonnenen FIA GT-Meisterschaftsfeier bekannt gegeben. Haase und Mies haben sich im zweiten Rennen auf P4 platziert und sind somit mit 54,5 Punkten eindeutig die Titelträger der FIA GT3 European Championship (weitere Ergebnisse auf der offiziellen Seite www.fiagt3.com).
„Vielen Dank an die gesamte Mannschaft, meinen Partner Christopher Mies und die Sponsoren. Ich bin super glücklich.“ Christopher Haase, der das alles noch nicht fassen konnte.
„Zwei Titel an einem Tag. Der Belgische GT-Titel und der GT3 EM-Titel. Ein toller Tag für Phoenix Racing. Wir sind total happy. Das Team und die Fahrer haben einen tollen Job gemacht.“ freute sich Teammanager Dirk Theimann.
Und Teamchef Ernst Moser dazu „Eine der schönsten Saisonabschlüsse seit es Phoenix Racing gibt. Ich bin überglücklich, dass wir an einem Tag zwei Meisterschaften gewonnen haben. Vielen Dank an die Mannschaft und an die Fahrer.“
Am kommenden Wochenende findet auch die VLN ihren Saisonabschluss. Christopher Haase wird bei der Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring im BMW M3 für Lingmann Motorsport in der SP5-Gruppe an den Start gehen.