|
Dunkle Wolken über dem ADAC GT Masters-Finale in Oschersleben |
|
There are no translations available.
ADAC Masters Weekend, Oschersleben, 16.-18.10.2009
ADAC GT Masters
Viel Regen gepaart mit Temperaturen im einstelligen Bereich zogen einen nasskalten Schleier über die Motorsport Arena Oschersleben. Nur wenige sonnige Abschnitte am Sonntag hellten das Finale des ADAC GT Masters auf.
Den Piloten Christopher Haase (GER) und Fahrzeugpartner Henri Moser (SUI) blieben diese Lichtblicke verwehrt. Es ging an diesem Wochenende um den Meisterschafts-Titel für Henri Moser im Audi R8 LMS.
FIA GT3- Europameisterschafts-Pilot Christopher Haase stieg erst während der laufenden Saison des ADAC GT Masters zu Moser ins Cockpit, um ihn bei diesem Kampf zu unterstützen. Nach dem riesigen Erfolg der letzten Veranstaltung am Sachsenring war der Titel in greifbarer Nähe. Schlechte Wetter- und Streckenbedingungen, teilweise unfaires Fahrverhalten verschiedener Konkurrenten und die Technik machten es den beiden Erfolgspiloten von Phoenix Racing schwer, beim Kampf um die Spitze Paroli zu bieten.
Der enttäuschte Christopher Haase schilderte das Wochenende so: „Im ersten Freien Training lief es gar nicht so schlecht. Wir waren dabei. Im zweiten Freien Training ist Henri die erste halbe Stunde im vorderen Mittelfeld gefahren. Dann kündigten sich Probleme am Auto an. Wir haben versucht, diese zu beseitigen. Das ist uns leider nicht ganz gelungen. Ich selbst bin wegen starken Aquaplanings nur 2-3 Runden gefahren und man konnte nicht wirklich eine große Aussage treffen. Am Samstag ging es dann ins Qualifying und da haben wir festgestellt, dass wir nach wie vor dasselbe Problem am Auto haben. Mehr wie P8 war dann nicht drin für uns. Beim zweiten Qualifying ist dann Henri gefahren. Die Probleme blieben.“ Moser platzierte den Audi auf P11. „Die Setup-Veränderung zum Rennen 1 blieben erfolglos. Die Balance vom Auto stimmte nicht und wir waren einfach nicht konkurrenzfähig. Ich stellte mich darauf ein und dann lief es den Umständen entsprechend gar nicht so schlecht. Henri hat dann nach dem Boxenstopp übernommen und war gut unterwegs.“ Moser war inzwischen auf P6. „Der Ascari (Bremer, Knop) ist ihm dann reingefahren und hat ihn einmal umgedreht. Henri hat jede Menge Zeit verloren und ist aus den Punkten gerutscht. In der vorletzten Runde hat Hohenadel auf der Geraden unseren Audi mit seiner Corvette ins Abseits geschickt. Das war absolut unnötig und hat uns weitere Plätze gekostet. Am Schluss war nur noch Platz 9 drin. Im zweiten Rennen war es trocken und wir sind auf Trocken-Setup umgestiegen. Eigenartigerweise waren die Probleme im Nassen und im Trockenen dieselben. Wir haben mit stumpfen Waffen gekämpft. Es war sehr schwierig die Pace der Anderen mitzugehen. Campanico (Rosberg-Audi R8) hat dann Henri von hinten angeschoben, dabei wurde die Stoßstange hinten rechts beschädigt und hat vermutlich einen schleichenden Plattfuß verursacht. Henri kam gleich nach dem Öffnen der Boxengasse zum Stopp und zum Fahrerwechsel. Zwangsweise musste ein nagelneuer Reifen drauf. In den ersten vier Runden ging gar nichts. Der Reifen war kalt. Dann ist mir ein Rosberg-Audi ein paar Mal ins Auto gefahren und hat mich in die Wiese geschickt. Ich hab dann noch meinen Rhythmus gefunden. Das war dann nicht so schlecht und ich bin noch auf P9 gekommen. Mehr war leider nicht drin.“ so Christopher Haase.
Drin war allerdings ein starker dritter Platz für Phoenix Racing in der Teamwertung mit nur einem Fahrzeug (Audi R8 LMS) am Start. Herzlichen Glückwunsch.
Auch die FIA GT3-Europameisterschaft geht am kommenden Wochenende in die letzte Runde. Im belgischen Zolder wird der Kampf um die Tabellenspitze beendet. Das GT3-Gespann Christopher Haase und Christopher Mies setzen alles dran, um die Trophäe mit ihrem Audi R8 LMS GT3 für Phoenix Racing mit nach Hause zu nehmen. Die Spitze ist eng und die Spannung auf dem höchsten Punkt.
mmr/motioncompany |