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FIA GT1 Weltmeisterschaft
Navarra, Spanien
23 – 24 Oktober 2010
Die erste Saison der FIA GT1 Weltmeisterschaft neigt sich langsam dem Ende und nach dem achten Lauf auf dem neuen Circuito de Navarra in Spanien verlassen die GT-Sportwagen Ende November europäischen Boden.
Anders als erwartet, machte der Lamborghini Murcielago 670 R-S (REITER Engineering) auf der doch eigentümlichen Streckenführung eine gute Figur. Der Kurs birgt viele technisch gefragte Kurven und lässt wenig Raum zum Überholen.
Christopher Haase (23, GER) und Peter Kox (46, NED) starteten am Samstagmorgen in das freie Training und schafften es an die Spitze der Zeittafel. Im Pre-Qualifying am Mittag hielten sich Haase/Kox zurück um mit dem reglementierten Reifeneinsatz zu haushalten.
Problemlos verschaffte sich das Reiter-Duo die Eintrittskarten in Qualifying 2 und 3. Kox startete die Zeitjagd in der ersten Session und brachte sich und Haase mit P4 in Q2. Haase absolvierte die zweite Session und landete mit Rang 3 bequem in den Top 8 für Q3. Kox machte dann mit P6 die dritte Startreihe für das Qualifying Race am Sonntagmorgen klar. „Das war schon mal eine super Sache für uns in das dritte Qualifing zu kommen und mit unserer Platzierung haben wir eine gute Ausgangsposition.“ Christopher Haase.
Haase startete das Qualifying Race. „Ich hatte eigentlich einen sehr guten Start. Allerdings die Zwei vor mir kamen nicht so gut weg und ich musste bremsen. Links und rechts kamen ein Sumo-Nissan und ein Hexis-Aston Martin, nahmen mich in die Zange und so sind wir in die Erste rechts.“ Haase war Tür an Tür eingeklemmt. Der Nissan gab dem Lambo einen Schlag in die Tür. Der Aston Martin machte zu und erwischte ebenfalls den Lamborghini. Die Rennleitung bestrafte diesen Rennunfall und brummte Haase eine Stop und Go-Strafe auf. „Unserer Meinung nach nicht gerechtfertigt, was noch Klärung bedarf. Nichts desto trotz, wir waren dann mit P5 sehr gut dabei.“ Haase im Dreikampf mit zwei Ford GT bekam plötzlich technische Probleme mit folgendem Leistungsverlust. Der check diverser Motordaten am Display, zeigte keinen sich anbahnenden Motorschaden an. Haase blieb draußen und saß kurz vor dem Boxenstopp seine Strafe ab. Kox ging aufs Auto und kam nach kurzer Zeit wieder in die Box. Ein Mechaniker entdeckte eine defekte Zündspule. Peter Kox reihte sich mit massivem Platzierungsverlust wieder ein und betrieb mit Platz 17 nur noch Ergebniskosmetik für den Wertungslauf am Abend.
Das Gespräch mit der Rennleitung brachte Klärung und Fehler seitens der Entscheider wurden eingeräumt. Zwar nutzlos für das Ergebnis, aber nicht unwichtig für künftige Entscheidungen, rehabilitierte das Gespräch Christopher Haase.
Das Championship Race endete für Haase/Kox bereits nach der dritten Kurve der ersten Runde. „Ich bin mitten in den Pulk geraten und konnte nirgendwo hin. Es kam zu Berührungen und ein Aston Martin ist mir in das Hinterrad gefahren. Das ist sehr schade, da es so gut für uns angefangen hat.“ erklärte sich Peter Kox nach seinem Ausscheiden.
Christopher Haase kam in diesem Lauf nicht zum Zug aber schon am kommenden Wochenende steigt der 23jährige für das Team Black Falcon zur Langstreckenmeisterschaft (VLN, Nürburgring) in den Mercedes Benz SLS AMG GT3 mit Thomas Jäger.
mmr/motioncompany |