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Christopher Haase: Gerade noch in die Punkte gerettet

FIA GT1 Weltmeisterschaft

Algarve, Portugal

17 – 19 September 2010

 

Christopher Haase in der FIA GT1 WeltmeisterschaftFür den siebten Lauf der FIA GT1 Weltmeisterschaft gastierten die GT-Traumwagen in der portugiesischen Algarve. Der knapp 5 Km lange Circuito do Algarve zählt wohl mit seiner Auf- und-Ab-Streckenführung zu den Besonderen. Hohe Temperaturen und starke Bodenwellen auf dem Kurs allerdings machen den Reifen besonders auf der Hinterachse zu schaffen, was selbst beim Haushalten mit den limitierten Reifensätzen die Teams an ihre Grenzen brachten.

 

Das Reiter-Duo Christopher Haase (22, GER) und Peter Kox (46, NED) hatte nach ihrem Erfolg in der Eifel einen ungewöhnlich schlechten Start.

Peter Kox pilotierte den Lamborghini Murcieloago 670 R-S von REITER Engineering in die erste Qualifying-Session und erreichte mit P21 die Top 16 für die zweite Sitzung nicht. „Wir wissen noch nicht was da los war. Es ging einfach nichts. Ich habe zu keiner Zeit den nötigen Grip gehabt. Es ist schwierig mit so einer Startposition nach vorne zu kommen, aber natürlich werden Christopher und ich versuchen, so viel wie möglich gut zu machen.“ so Peter Kox.

 

 

Haase oblag die Schwierigkeit im Qualifizierungsrennen durch das konkurrenzstarke Mittelfeld zu starten. Der Franke kam sehr gut weg und machte durch den Windschatten des SRT-NISSAN begünstigt noch auf der Start-Ziel-Geraden mehrere Plätze gut, bevor sich der Pulk durch die Senke mit anschließender Rechtskurve drückte. Haase verlor Positionen im Gedränge und kam mit P14 aus der ersten Runde. Es zeigte sich schnell, dass der Lambo auf der langen Geraden im Nachteil war. „Wir haben im Quali Race für mehr Flügel entschieden, um die Reifen zu schonen. Der Nachteil war allerdings jetzt auf der Geraden zu spüren. Mit weniger Flügel hätte ich sicher mehr Gegenwehr geben können, aber dafür haben meine Reifen erstaunlich gut gehalten.“

Christopher Haase in Portimao, PortugalSpannende Platzierungskämpfe führten zur Grüppchenbildung im Feld. Haase hängte sich an einen Ford GT Richtung Spitzkehre und setzte sich neben ihn. Der Ford machte die Tür zu und Haase musste zurückstecken. „Wir berührten uns aber das war klar ein Rennunfall.“ versicherte Haase.

Haase übergab den Renner an Kox. Der ging nach einem spektakulären Boxenstopp von unter 27 Sekunden auf den Kurs und fuhr als Zwölfter über die Ziellinie.

 

Im Hauptrennen am Sonntag waren Haase/Kox deutlich im Reifenvorteil. Beide Piloten hatten einen neuen Satz Reifen in ihrem Stint zur Verfügung. Äußerst hilfreich beim Start aus dem Mittelfeld. Kox machte gute Arbeit und kam trotz großer Kontaktfreude zwischen den Konkurrenten auf Position 11.

Zwischenzeitlich auf P9, übernahm Christopher Haase den Lamborghini mit P11 von Kox. Haase lief auf zwei Aston Martin (Young Driver und Hexis) auf und blieb hängen. Der Ford GT von Martin/Leinders kam von hinten. „Den konnte ich nicht halten. Unser Problem war nach wie vor die Pace auf der Geraden. Wir sind zwar jetzt mit weniger Flügel gefahren, dafür waren wir jetzt im sechsten Gang am Limiter. Ein echter Nachteil beim Überholen. Ich kann zwar gut im Windschatten mitgehen, aber wenn ich zum Überholen ansetzen will und in den Limiter komme, muss ich vom Gas. Ich hab versucht, mich mit Abstand durch die Kurven zu retten. Das hat so ganz gut geklappt.“ Haase.

Der Lamy-Aston- Martin kämpfte mit massivem Reifenabbau. Christopher Haase nutzte diese Schwäche und setzte sich in einer Linkskurve neben Lamy. Haase war im Vorteil beim Herausbeschleunigen und ging vorbei. Ein Konterversuch des Verlierers in der nächsten Rechts endete mit einem Dreher für Diesen. Haase schnappte sich auch noch den zweiten Aston Martin. Das Schwesterauto mit Menten an Bord zog hinterher. Haase brachte Platz 7 über die Ziellinie und damit 6 WM-Punkte auf das Piloten- Konto.

 

Am 23. Oktober 2010 geht die GT1-WM im spanischen Navarra in die achte Runde.

 

mmr/motioncompany