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Christopher Haase: Pechsträhne reißt nicht ab

FIA GT1 Weltmeisterschaft
Circuit Paul Ricard HTTT
3 – 4 Juli 2010
Nach einem vielversprechenden Start in die vierte FIA GT1 WM-Runde endete das Wochenende auf dem südfranzösischen Paul Ricard HTTT für den 22jährigen Christopher Haase und seinem Fahrzeugpartner Peter Kox (Lamborghini Murcielago 670 R-SV, REITER Engineering) enttäuschend.
Zufrieden zeigte sich Haase nach den Sitzungen des freien Trainings.
„Das ist ganz gut für uns gelaufen. P2 ist ein gutes Ergebnis. Im ersten freien Training bin ich nur vier Runden gefahren. Im Zweiten bin ich mehr zum Zug gekommen, allerdings nur auf gebrauchten Reifen. Das war ein kleiner Nachteil für mich, denn somit fehlte mir der Erfahrung auf neuen Reifen.“

Peter Kox absolvierte die erste Session der Qualifizierung und brachte den Reiter-Lambo über die Top-16-Hürde in Q2. Haase qualifizierte das Duo mit P7 ins Q3 und Kox setzte den Lamborghini mit einer 2:04.028 auf Startplatz 2 für das Qualifying Race am frühen Samstagabend.


„Das waren extrem harte 30 Minuten Rennen.“ sagte Christopher Haase nach dem Quali Race.
Haase ging nach dem Start an den führenden Vitaphone-Maserati (Bertolini, Bartels) vorbei und ging in Front. Der zweitplatzierte Maserati trieb den Haase- Lamborghini immer wieder heftig in die Enge.
Haase hielt den Drängler auf Kosten seiner Reifenperformance in Schach.
Es gab einige brenzlige Situationen, aber ich konnte ihn gut hinter mir halten.“ so Haase „es hat allerdings nicht lange gedauert und die Reifen, vor allem auf der Hinterachse, haben sehr nachgelassen. Das ist immer wieder ein Problem. Ich musste daraufhin dem Druck nachgeben, um noch gut über die Distanz zu kommen.“
Der GT-Pilot ging als Viertplatzierter in die Box. Das Reiter-Team glänzte mit einem erstklassigen Stopp und Peter Kox kam als Zweitplatzierter zurück auf die Strecke. Kox hatte freie Fahrt und fuhr Rang 2 über die Ziellinie.
„Christopher ist ein phantastisches Rennen gefahren und musste viel Druck von hinten abwehren. Ich musste dann sehr diszipliniert mit dem Auto umgehen, um die Reifen zu schonen und die Platzierung heim zu bringen“ Peter Kox.

Kox startete im Championship Race von P2 hinter den Maserati von Bertolini und Bartels. Kox lag nach dem Start an der Spitze. Die Rennleitung stellte einen Frühstart fest und verpasste dem Piloten eine Durchfahrtsstrafe. Bis zum Boxenstopp schaffte der Niederländer es noch von P21 auf P17.
Haase ging ohne Aussicht auf Punkte ins Rennen zurück. Die Reifenkapazitäten waren aufgebraucht und sein Satz ging zu schnell in die Knie. „Das Auto war so nicht mehr fahrbar. Es ist sehr frustrierend hinten herumzufahren und kein Paroli bieten zu können.“ Christopher Haase enttäuscht.

Die nächste Veranstaltung der FIA GT1 Weltmeisterschaft ist vom 29. Juli bis 31. Juli in Spa- Francorchamps.


mmr/motioncompany