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Christopher Haase konnte in Silverstone nicht punkten

FIA GT1 Weltmeisterschaft
Silverstone
30 April – 2 Mai 2010
Nach Abu Dhabi wurde die Balance of Performance, unter anderen beim Lamborghini Murcièlago 670 R-SV, neu bewertet. Der Lambo wurde um 20 kg erleichtert und die Restriktoren (regeln die Luftmenge die dem Motor zugeführt wird) dürfen grösser ausfallen. „So richtig spürbar war das nicht.“ äußerte sich Christopher Haase dazu. Der 22jährige GT1-Pilot (REITER Engineering) klagt über dasselbe Problem wie im ersten GT1 Weltmeisterschaftslauf in Abu Dhabi. „Die Reifen auf der Hinterachse brechen extrem schnell ein. Mit neuen Reifen können wir das Problem kurzfristig umgehen, aber nach wenigen Runden spürt man den Abbau deutlich.“
Vier Satz Reifen stehen den Teams pro Fahrzeuge am Wochenende zur Verfügung. Da heißt es haushalten.
Fahrzeugpartner Peter Kox (NED) fuhr im Qualifying Session 1 und Session 3 ab. Christopher Haase übernahm die zweite Sitzung. Kox zeitete das Reiter-Duo mit P12 in die Top 16 und qualifizierte sich damit für Q2, Haase übernahm den Lambo und beendete Q2 mit P7. In den Top 8 angelangt, ging Kox in die dritte Sitzung der Qualifikation und platzierte den Lambo auf Startposition 8 zum Qualifying Race hinter die Teamkollegen Kechele und Menten.

„Es war ein ziemlich harter Start“ so Haase zum Quali Race. Haase geriet nach dem fliegenden Start in Zange zwischen einen Aston Martin und Maserati von Triple H. Er bekam von beiden einen Schlag in die Seite. Der Maserati konnte sich nicht halten und drehte sich von der Strecke. Haase sortierte sich ein und heftete sich an die Phoenix-Corvette (Kumpen), attackierte und zog vorbei. „Die ersten paar Runden liefen richtig gut“, doch nach vier Runden ließ die Performance der Reifen sichtbar nach und Haase musste wieder Plätze abgeben. Peter Kox stieg in der 13. Runde ins Auto. Ein schneller Stopp verschaffte kurzfristig Platzierungsvorteile. Kox konnte sich einige Zeit auf Rang 8 behaupten, musste dann seinen Platz fünf Runden vor dem Rennende an Krumm (Nissan) abgeben und eine Runde vor der Zielflagge drückte sich Bernoldi (Vitaphone Maserati) auf der Innenspur vorbei. Haase/Kox gingen mit P10 über die Ziellinie.
Sonntagnachmittag. 15:15 Uhr Green Flag für das zweite Championship Race der FIA GT1 WM 2010.
Kox geriet nach dem Start in den Mittelfeldpulk, kam unbeschadet durch und als Zehnter aus der ersten Runde. Eine brennende Corvette rief nach drei Runden für vier Runden das Safetycar auf den Plan. Peter Kox kämpfte ab der Hälfte seines Stints mit Reifenabbau. Nach dem Öffnen des Boxenfensters, folgte der Wechsel auf Christopher Haase und auf schon ziemlich abgearbeitete Reifen. Der Motor sprang nicht an. Das kostete wertvolle Zeit. Haase wieder zurück auf der Strecke, setzte zum Aufholen an. „Meine ersten zwei, drei Runden konnte ich ein wenig angreifen, aber dann musste ich zusehen, dass mich keiner mehr überholt. Das gesamte Rennen war ein ziemliches Gemetzel, ich habe nur Autos gesehen, nur Berührungen, hinter mir und vor mir Autos. Dann hat sich das Feld ein bisschen beruhigt. Danach kam ein Nissan (Moser, SRT) immer näher. Ich hatte Probleme diesen hinter mir zu halten. Nach der langen Geraden war Moser hinter mir. Ich hab versucht ziemlich mittig rechts  anzubremsen. Schließlich lass ich mich nicht so einfach überholen. Als ich dann gebremst habe, hab ich einen riesen Schlag im Auto mitbekommen. Dann hab ich nur noch gesehen, wie es uns beide weg gedreht hat. Irgendwie hat mich Moser voll erwischt, wie das zu Stande gekommen ist, weiß ich auch nicht. Ich war ziemlich überrascht. Mich hat es durch das Kiesbett gedreht und ich bin danach noch ein Stück gerade aus gekommen. Henri ist in die Mauer eingeschlagen. Ich habe versucht in die Box zu fahren und dachte zuerst nur an einen Reifenschaden, aber hinten ist alles kaputt. An der Vorderachse baute sich kein Bremsdruck mehr auf und ich musste das Auto abstellen.“ Christopher Haase enttäuscht.
In drei Wochen (23. Mai) startet die FIA GT1 WM im tschechischen Brno in die dritte Runde. 
„Ich hoffe, dass wir vor Brno noch testen gehen und am Auto das finden, was uns noch derzeit blockiert.“ ergänzt Haase.

mmr/motioncompany