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Christopher Haase fährt sein GT1-Debut in Abu Dhabi

FIA GT1 Weltmeisterschaft 
Abu Dhabi, Yas Marina
16-17 April 2010 

Der amtierende GT3 Europameister Christopher Haase (22, GER) kehrt nach einem Jahr wieder in das Cockpit des Lamborghini und in die Obhut von REITER Engineering zurück. Er teilt sich in der GT1 Weltmeisterschaft den Superrenner Lamborghini Murcièlago R-SV mit den niederländischen GT-Piloten Peter Kox. Der Lambo gehört zu den Neuzugängen in der FIA GT1.
Saisonauftakt des WM-Spektakels fand am vergangenen Wochenende auf dem neueröffneten, luxuriösen GP-Kurs  Yas Marina in Abu Dhabi statt. Die schweißtreibenden Temperaturen erforderten hohe Ansprüche an Mensch und Material.
Sechs Hersteller, 12 Teams, 24 Supersportwagen mit 48 Piloten gehen auf die Jagd nach dem begehrten WM-Titel 2010.
Noch vor dem Start gibt es kritische Meinung über die Fairness der FIA-Einstufungstests.
„Die Corvettes waren bei der Balance of Performance wieder Mal außen vor.“ so Teamchef Hans Reiter.
Die Qualifizierung ist in drei Sessions aufgeteilt. Peter Kox (45) brachte den Lambo in Q1 auf Position 7. Die Trainingssitzung wurde kurz vor dem Ende ausgesetzt. Ein heftiger Unfall des Ford GT mit Natacha Gachnang an Bord störte die Streckensicherheit. Haase sollte das Q2 fahren, kam aber nicht mehr zum Zug. Es blieb aufgrund des Unfalls bei der Q1-Wertung.
Christopher Haase ging für das Qualifying Race am Samstag an den Start, behauptete sich im Pulk und machte zwei Positionen gut. Haase konnte das Feld gut hinter sich halten. Er ging zum Pflichtstopp in die Box. Reifenwechsel und Fahrerwechsel. Kox machte sich auf den Weg. Kaum draußen im Feld machten sich Probleme bemerkbar. „Wir hatten ein Überhitzen der Hinterachsen-Bremsen, was dann dazu führt, dass der Reifendruck hinten wesentlich ansteigt, weil alles zu heiß wird und dann verliert man Performance.“ erklärt Reiter.
Schnell wurde Kox nach hinten durchgereicht und musste mit Rang 15 zehn Minuten vor der Zielflagge abbrechen.
Kox steuerte den Startstint des Championship Race von P15. Nach dem fliegenden Start, gewann er Land und hing auf P11 im Verkehr des Mittelfeldes fest. Er hatte wenig Luft zum Attackieren und so bestellte das Team Kox gleich nach dem öffnen des Boxenfensters zum Wechsel.
Haase übernahm und kam als zehnter zurück auf den Kurs. Der Lambo-Pilot fand sofort Anschluss auf den Aston Martin von Turner und den Maserati von Heger. Turner und Heger rauften und Haase lauerte. Es ging in dem Dreier-Duell um Rang 8. Haase schnappte sich Turner und hängte sich an das Heck von Alfrid Heger. Dann Rauch auf der überhitzten Hinterachse von Haase, glühende Bremsscheiben, dann ging es auf die lange Gerade, da verschaffte sich Heger (Maserati) etwas Abstand, Haase zog nach, hing sich in den Windschatten. Haase scherte aus und überholte Heger auf der Innenspur mit glühenden Bremsscheiben, kam ein bisschen schlecht um die Ecke herum, hatte noch Heger im Dunstkreis neben sich, geht dann aber vorbei auf P8. Erleichterung am Kommandostand. Turner tat ihm gleich und heftete sich hinter Haase. Der setzte sich super durch und ging sofort auf die Kampflinie um die Stellung zu halten. Christopher Haase sah als Achter die Zielflagge.
„Abgesehen von den Umständen mit der Einstufung, sind wir ganz zufrieden mit dem Ergebnis.“ resümiert der 22jährige. Hans Reiter beurteilt seinen Lauf so: „Er ist ein super Rennen gefahren. Wirklich wie ein Großer, mehr ging nicht mit dem Auto im Rennen.“

Der europäische Auftakt der GT1-Saison findet in zwei Wochen in Silverstone statt.
 

 

mmr/motioncompany