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Schwerer Rennunfall von Mies versetzt alle in Schockzustand

FIA GT3 EUROPEAN CHAMPIONSHIP
Frankreich, Paul Ricard HTTT
02.-04.Oktober 2009
Als Tabellenführer der GT3 EM sind die Phoenix-Racing-Piloten Christopher Haase (21, GER) und Christopher Mies (20, GER) an den südfranzösischen Circuit Paul Ricard HTTT gereist und wollten als solche wieder abreisen. Mit 40 Kg Platzierungsgewicht vom letzten Doppelsieg in Portugal war das kein Kinderspiel. „Wichtig ist es für uns, ganz klar, Punkte zu sammeln.“ erklärte Haase nach den Qualifizierungsläufen. Der Paul Ricard HTTT ist für jeden Fahrer eine große Herausforderung. Diese Strecke ist hauptsächlich eine Teststrecke und  hat im Gegensatz zu anderen keine Kies- oder Grasflächen. Der ganze Parcours besteht auch neben dem Track aus Asphalt mit unterschiedlichen Gripabstufungen, die die Fahrzeuge mehr oder weniger abbremsen sollen.
Bei 28°C absolvierten die Audi-Piloten Haase und Mies ihre Trainingssitzungen und platzierten den Phoenix-Audi R8 LMS GT3 zum ersten Lauf auf Rang 9 (Mies) und das zweite Rennen sollte von Haase mit P8 gestartet werden.

Mies startete den ersten Lauf am Samstag und konnte sehr gut die Pace der Spitzengruppe mitgehen. Das Feld sortierte sich. Leichter Regen setzte ein. Weiter vorne kam es zur Berührung zwischen den Audi (Armindo) und den Morgan (Enjalbert). Berichten zufolge ist Kühlflüssigkeit auf die Strecke gekommen. Das erste Opfer wurde der führende Aston Martin. Der drehte sich und schlug ein. Der Fahrer verließ fluchtartig sein stillgelegtes Fahrzeug und dann ging alles sehr schnell. Mehrere Fahrzeuge verloren auf der Geraden die Kontrolle. Mies bog ebenfalls ohne Fremdeinwirkung in die Leitplanke ab und wurde zurück auf die Strecke katapultiert. Unglaubliche Kräfte ließen ihn in einer Wahnsinns -Geschwindigkeit mehrmals um die eigene Achse drehen. Mies kam mit extrem zerstörtem Auto zum Stehen. Fünf Autos waren an dieser Stelle immens beschädigt abgelegt. Die Fahrer stiegen größtenteils unversehrt aus. Christopher Mies musste bewusstlos von den Rettungskräften geborgen und anschließend in das nächstgelegene Krankenhaus geflogen werden. Das Rennen wurde natürlich komplett abgebrochen, wobei die beiden Fahrer noch mit je 0,5 Punkten in der Meisterschaft bewertet wurden.
Nach einem gründlichen Check, wurde bei Mies glücklicherweise nur ein Schleudertrauma festgestellt. Teamkollege Christopher Haase fuhr noch am selben Abend mit Phoenix-Begleitung ins Krankenhaus und berichtete vom Wohlbefinden des Unglückspiloten.
Die massive Zerstörung des Audi machte Dank der durchdachten Konstruktion vor der Fahrgastzelle halt und ließ den Innenraum weitgehend unbeschädigt. Das Rennwochenende ist damit für die Piloten zu Ende und der zweite Lauf am Sonntagnachmittag entscheidet, ob das Haase-Mies-Gespann an der Spitze bleibt.

 


Christopher Haase und Christopher Mies (inzwischen wieder an der Strecke) werden es verfolgen.

mmr/motioncompany